Unsere Teilnehmer/innen haben ihre Schulpflicht erfüllt, aber keine Ausbildungsstelle gefunden. In der Berufsvorbereitendenden Bildungsmaßnahme (BvB) haben sie Gelegenheit, neue Berufe kennen zu lernen und ihre Berufswünsche besser einzuschätzen. Berufliche Stärken und Talente sollen in der BvB entdeckt werden, damit der, für den Einzelnen, passende Beruf gefunden wird. Außerdem kann der Schulabschluss nachgeholt werden.

Kosten entstehen für die Teilnehmer nicht. Die Maßnahme zahlt die Agentur für Arbeit. Es besteht sogar Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe oder Ausbildungsgeld. Auch die Fahrtkosten werden übernommen. Wenn der Teilnehmer während der BvB im Wohnheim wohnt, werden auch die Kosten dafür übernommen.

Mitbringen sollten die jungen Menschen, die zu uns kommen, Engagement und Motivation sowie Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit oder die Bereitschaft, daran zu arbeiten. Ein erfahrenes Team von Ausbildern, Lehrkräften und Sozialpädagog/innen unterstützen sie. Gemeinsam verbessern wir ihre Chance auf eine Ausbildungsstelle.
 

Erst einmal testen

Was ist eine Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme?
Eine BvB ist eine Fördermaßnahme der Agentur für Arbeit, die das Eintreten Jugendlicher und junger Erwachsener in das Berufsleben vorbereiten und erleichtern soll.

Dabei werden durch Erprobung verschiedener Berufsfelder Entscheidungshilfen für eine realistische Berufswahl vermittelt, fachliche und soziale Qualifikationen er­worben, wie sie für den Einstieg in das Be­rufsleben erforderlich sind und begleitend dazu schulische Lücken geschlossen.

Praktika in Betrieben stellen erste Kontakte her und erleichtern die Aufnahme einer Ausbildung oder Arbeit.
 

Kontakt
Astrid Stocker-Reichl (Bereichsleitung)
Konrad Zahnbrecher (Maßnahmenkoordinator)
Waginger Str. 8
83301 Traunreut
Telefon: 08669 853-4091
Fax: 08669 853-4050
berufsvorbereitung@jugendsiedlung.de

Kontakt BvB

Konrad Zahnbrecher
Maßnahmenkoordinator BvB
Psychologischer Dienst

konrad.zahnbrecher@jugendsiedlung.de

An wen richtet sich die BvB

An noch nicht berufsreife junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren, die einen besonderen Förderbedarf haben (Abgänger von Förderschulen und Hauptschüler ohne Abschluss) und die noch nicht wissen, was sie werden wollen.

Wie ist der Ablauf einer BvB?

In einer Eignungsanalyse wird ein Stärken-Schwächen-Profil erstellt. Zugleich werden erste Einblicke in verschiedene Berufsfelder ermöglicht.

  1. Die Grundstufe (max. 6 Monate) dient der Berufsorientierung und Berufswahl. Die Teilnehmer erhalten die Gelegenheit, sich in mehreren Berufsfeldern unter Anleitung erfahrener Ausbilder zu erproben und ihre Berufswahl zu treffen.
  2. In der Förderstufe (max. 5 Monate) festigt der Teilnehmer seine beruflichen Grundfertigkeiten. Ziel ist die Erlangung der Berufsreife und die intensive Vorbereitung auf eine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle.
  3. Sollte ein sofortiger Übergang in Ausbildung oder Arbeit nicht möglich sein, werden in der Übergangsqualifizierung verstärkt berufsbezogene Qualifikationen in längeren Betriebspraktika vermittelt, um die Eingliederungschancen zu erhöhen.

Der Teilnehmer wird von einem Bildungsbegleiter, persönlicher Berater und Ansprechpartner während der gesamten Bildungsmaßnahme, betreut.

Welche Förderung erhalten die Teilnehmer?

Unser wichtigstes Ziel ist es, die Jugendlichen zur Ausbildungsreife zu führen. Dazu bieten wir an:

  • pädagogisch geschulte Ausbildungsmeister mit langjähriger Erfahrung in der Benachteiligtenförderung
  • trägereigene, modern ausgestattete Ausbildungswerkstätten
  • auf den individuellen Förderbedarf abgestimmten Berufsschulunterricht an unserer staatlich anerkannten Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung, Förderschwerpunkt Lernen
  • sozialpädagogische und psychologische Betreuung und Förderung der Persönlichkeitsentwicklung zur Absicherung des Integrationserfolges
  • Stütz- und Förderunterricht zur Vertiefung von fachtheoretischen, fachpraktischen und allgemeinbildenden Kenntnissen
  • Internatsunterbringung

Zusätzliche Angebote

  • Bewerbungstraining
  • Sprachförderung
  • Gelegenheit zum nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses
  • Computer-Kurse
  • Förderung sozialer Kompetenz und körperlicher Fitness

Die Ausbildungswerkstätten befinden sich am Frühlinger Spitz 3 und in der Adalbert-Stifter-Straße 29.

Leitung Ausbildung/BvB

Astrid Stocker-Reichl
Leitung Ausbildung/BvB

astrid.stocker@jugendsiedlung.de